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Stromhandel und physikalischer Stromfluss

Der Stromhandel bestimmt, wieviel Strom in ein Land importiert oder aus diesem exportiert wird. Physikalisch sucht sich der Strom den Weg des geringsten Widerstandes.

Das Stromnetz leitet elektrische Energie vom Erzeuger zum Verbraucher – auch über Grenzen hinweg. Mit Messungen des physikalischen Stromflusses lassen sich Aussagen über die tatsächliche Nutzung einzelner Grenzkuppelleitungen – so heißen die Verbindungsleitungen zwischen den Stromnetzen angrenzender Länder – treffen. Zum Beispiel wird gemessen, wie stark einzelne Leitungen ausgelastet sind.

Grenzüberschreitender Stromhandel und physikalischer Stromfluss

Wichtig ist, zwischen dem grenzüberschreitenden Stromhandel – also kommerziellen Stromflüssen – und physikalischen Stromflüssen zu unterscheiden. Denn die Strommenge, die zwischen zwei Ländern gehandelt wird, stimmt meistens nicht mit der Strommenge überein, die an einer Grenzkuppelleitung gemessen wird.

Kennziffern des grenzüberschreitenden Stromhandels geben an, wie viel Strom Deutschland mit seinen elektrisch verbundenen Nachbarländern handelt. Stromhändler kommen mit ausländischen Anbietern oder Abnehmern immer dann ins Geschäft, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist. Voraussetzung dafür ist, dass die Börsen der unterschiedlichen Länder „gekoppelt“ sind. Man nennt dies auch Marktkopplung. Internationaler Stromhandel ist zunächst einmal ein bilanzieller Fluss.

Während sich der kommerzielle Handel aus den Orderbüchern der gekoppelten Börsen ergibt, ergeben sich physikalische Stromflüsse über Grenzkuppelleitungen ausschließlich aus dem Zusammenspiel aller physikalischen Ein- und Ausspeisungen und dem elektrotechnischen Zustand aller miteinander verbundenen Netze – kurz: aus den elektrotechnischen Eigenschaften des Stromsystems. Denn der Strom fließt entsprechend physikalischer Gesetze durch das Stromnetz. Dabei nimmt er stets den Weg durch die Leitungen mit dem geringsten Widerstand. Dafür nimmt der Strom räumliche Umwege in Kauf. Soll Strom zum Beispiel von einem Erzeuger in Norddeutschland zu einem Verbraucher in Süddeutschland transportiert werden, fließt ein Teil auch immer durch die Netze der Nachbarländer.


Handelsflüsse und physikalische Stromflüsse auf SMARD anzeigen lassen

Im Bereich Marktdaten visualisieren wird der grenzüberschreitende Stromhandel in der Datenkategorie kommerzieller Außenhandel übersichtlich dargestellt. Bei den Daten handelt es sich um die geplanten Im- und Export-Übertragungsleistungen für die jeweils angezeigte Stunde. Die Daten zum kommerziellen Außenhandel werden in stündlicher Auflösung geliefert und nach jeder Intraday-Session aktualisiert.

Auf SMARD werden auch die physikalischen Stromflüsse über die Grenzkuppelleitungen zwischen den Ländern dargestellt. Dazu messen die Übertragungsnetzbetreiber die tatsächlichen Stromflüsse aus Deutschland und Luxemburg zu den elektrisch verbundenen Nachbarländern und umgekehrt. Zudem wird die Richtung angegeben. Es gibt also – analog zum kommerziellen Außenhandel – jeweils einen Wert für physikalische Ex- und Importe.


Die Grafik zeigt die tatsächlichen physikalischen Stromflüsse aus beziehungsweise nach Deutschland.

Bayern

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