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Abschaltung von Kraftwerken im Jahr 2021

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Seit Beginn des Jahres 2022 gibt es etwa 4 GW weniger Kernenergie in Deutschland. Auch ca. 2,5  GW Braun- und Steinkohlekraftwerke wurden stillgelegt.

Die Energiewende beinhaltet auch den Atomausstieg, welcher im deutschen Atomgesetz geregelt ist. Mit der 13. Novelle des Atomgesetzes aus dem Jahr 2011 wurde festgelegt, dass bis spätestens Ende Dezember 2021 drei weitere Kernkraftwerke endgültig stillgelegt werden sollten: Gundremmingen (Nennleistung: 1.288 MW), Brokdorf (1.410 MW) und Grohnde (1.360 MW). Insgesamt wurden am 31.12.2021 nun 4.058 MW installierter Erzeugungsleistung vom Netz genommen.

Nachdem der Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen (1.284 MW) bereits 2017 endgültig stillgelegt wurde, war zum Jahreswechsel Block C an der Reihe. Der Block C (1.288 MW) wurde 1984 in Betrieb genommen und nach 37 Jahren abgeschaltet. Der alte Block A war nur bis 1977 im Einsatz.
Die Kernkraftwerke Brokdorf und Grohnde waren 35 Jahre bzw. 36 Jahre am Netz und wurden nun endgültig stillgelegt.

In Deutschland sind nur noch 3 Kernkraftwerke mit einer installierten Erzeugungsleistung in Höhe von insgesamt 4.056 MW in Betrieb.

Im Rahmen des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG)  wurden zum Jahresende ebenfalls drei Braunkohleblöcke und drei Steinkohlekraftwerke stillgelegt.

Die betroffenen Braunkohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 910 MW sind Niederaußem Block C (295 MW), Neurath Block B (294 MW) und Weisweiler Block E (321 MW). Alle drei Blöcke waren jeweils mehr als 49 Jahre in Betrieb.

Im Zuge der 2. Ausschreibungsrunde des KVBG befinden sich seit Anfang Dezember drei Steinkohlekraftwerke im Kohleverfeuerungsverbot: Mehrum (690 MW), Wilhelmshaven (757 MW) und Deuben (67 MW). Das Kraftwerk Mehrum wurde zwischenzeitlich in die Netzreserve (§ 26 Abs. 2 KVBG) überführt.
Die Kraftwerke Mehrum und Wilhelmshaven haben seit 1979 bzw. 1976 Strom erzeugt. Am längsten war das Kraftwerk Deuben am Netz - seit dem Jahr 1936.

Die Abschaltung der Kohlekraftwerke wird durch das KVBG geregelt. Für große Braunkohlekraftwerke werden die endgültigen Stilllegungszeitpunkte im Gesetz festgelegt. Für Steinkohleanlagen und Braunkohle-Kleinanlagen hingegen ist die schrittweise Reduktion der Leistung durch Ausschreibungsverfahren vorgesehen. Näheres zu diesem Thema können Sie unserem Artikel „Der Kohleausstieg nach dem KVBG“ finden.

Im Bereich „Deutschland im Überblick – Kraftwerksliste“ werden für Kraftwerksblöcke mit einer Nennleistung >100 MW Einspeisezeitreihen mit einem fünftägigen Verzug bereitgestellt. Dort kann nach Energieträgern, Unternehmen und verschiedenen weiteren Kriterien gefiltert werden.

Diese Daten können außerdem im Bereich „Daten herunterladen – Kraftwerksdaten“ in verschiedenen Formaten exportiert werden.

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