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Die Stromerzeugung im April und Mai 2019

18.06.2019 – Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland ist in den Monaten April und Mai um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien stieg um 1,4 Prozent. Konventionelle Energieträger haben ihre Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent reduziert.

Photovoltaik-Anlage nach dem Schneefall

Die Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen betrug im April und Mai zusammen 81,2 TWh. Das sind 1,7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die niedrigste Erzeugung fand am Sonntag, den 21. April, mit 32,0 GWh statt (am Vortag prognostizierte Erzeugung, basierend auf Verbrauchsprognosen: 32,8 GWh). Der Minimalwert des Vorjahres wurde somit um 3,7 Prozent übertroffen. Die höchste Erzeugung in einer Stunde erfolgte bereits zwei Tage später am Dienstag, den 23. April, mit 79,6 GWh (am Vortag prognostizierte Erzeugung, basierend auf Verbrauchsprognosen: 97,5 GWh).

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg in beiden Monaten zusammen um 1,4 Prozent auf 37,4 TWh von 36,9 TWh im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Erneuerbaren an der gesamten Stromerzeugung betrug in den Monaten April und Mai 46,1 Prozent.

Die Frühlingsmonate April und Mai zeichneten sich insgesamt durch sehr große Temperaturunterschiede aus. Auf einen sommerlichen April mit 220 Sonnenstunden folgte ein in weiten Teilen frostiger Mai mit 175 Sonnenstunden. Beispielsweise fiel im Monat Mai in den Mittelgebirgen so viel Schnee wie noch nie seit Beginn der Messreihen des Deutschen Wetterdienstes. Im Vergleich zum Vorjahr erzeugten daher die Photovoltaik-Anlagen nur im Monat April mit 5,1 TWh (2018: 4,8 TWh) mehr Strom. Im Mai wurde mit 5,0 TWh (2018: 5,9 TWh) weniger Strom als im Vorjahr eingespeist. Die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen erhöhte sich in beiden Monaten um 6,4 Prozent auf 17,2 TWh gegenüber 16,1 TWh im Jahr zuvor.

Die Grafik zeigt die Stromerzeugung und den -verbrauch in den Monaten April und Mai. Dargestellt je Datenpunkt sind die gesamte Stromeinspeisung und der Stromverbrauch des jeweiligen Tages. Die höchste Strommenge wurde am 23. April erzeugt. Am gleichen Tag wurde auch die höchste Einspeisung während einer Stunde erzielt (nicht dargestellt).

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Am Dienstag, den 23. April, erzeugten erneuerbare Energieträger von 12.00 bis 13.00 Uhr eine maximale Einspeisung von 62 GWh. Das sind 12 Prozent mehr als die maximale stündliche Erzeugung der Vorjahresmonate und mehr als das Doppelte der durchschnittlichen stündlichen Einspeisung in den Monaten April und Mai (25,6 GWh). Auch in der Tagesbetrachtung wurde am Dienstag, den 23. April, die höchste Menge Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt: Insgesamt 1,1 TWh Strom aus erneuerbaren Energiequellen wurden ins Netz eingespeist, davon 753,3 GWh aus Windenergieanlagen und 186,9 GWh aus Photovoltaik-Anlagen.

Die geringste Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern gab es am Dienstag, den 7. Mai, von 20.00 bis 21.00 Uhr mit 8,8 GWh (davon 1,4 GWh von Windenergieanlagen). Grund hierfür war ein schwacher Zwischenhocheinfluss, der in weiten Teilen Deutschlands für ein ruhiges Wettergeschehen mit moderaten Windgeschwindigkeiten sorgte. Allerdings verursachte das Tief „Yukon“ am Folgetag einen Wetterumschwung, welcher sich mit einer Einspeisung von 26,0 GWh (davon 18,7 GWh von Windenergieanlagen) in der Vergleichsstunde widerspiegelt.

In der Grafik zu sehen ist der Tag mit der maximalen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (Dienstag, den 23. April). Konventionelle Kraftwerke haben sich an den Bedarf angepasst und ihre Produktion gedrosselt. Die rote Linie zeigt den Verbrauch an.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern

Die konventionellen Energieträger haben sich, soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, flexibel an die Einspeisung von Erneuerbaren angepasst. Der Minimalwert von konventionellen Energieträgern wurde mit 11,5 GWh am Montag, den 22. April, von 15.00 bis 16.00 Uhr erreicht. Ihr Maximum erreichten die konventionellen Energieträger am Donnerstag, den 4. April von 8.00 bis 9.00 Uhr mit 51,6 GWh.