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Die Stromerzeugung im Dezember 2017 und Januar 2018

27.02.2018 – Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland ist in den Monaten Dezember 2017 und Januar 2018 um rund ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Einspeisung von erneuerbaren Energien stieg um 49 Prozent. Konventionelle Energieträger haben ihre Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent reduziert.

Windenergieanlagen bei Sonnenaufgang im Winter

Die Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen betrug im Dezember 2017 und Januar 2018 insgesamt 96,5 TWh. Das ist ein Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die erneuerbaren Energien trugen dazu mit 39,9 TWh bei. Dies sind 49 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die konventionellen Energieträger erzeugten 56,6 TWh (minus 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der jeweilige Anteil an der Gesamterzeugung betrug laut SMARD-Daten 41 Prozent bei den erneuerbaren und 59 Prozent bei den konventionellen Energieträgern.

Die höchste Gesamterzeugung erfolgte am Donnerstag, den 7. Dezember, zwischen 11 und 12 Uhr mit 84 GWh. Die niedrigste Erzeugung fand am Samstag, den 27. Januar, mit 47 GWh in einer frühen Morgenstunde statt. Beide Extremwerte liegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 

Die Grafik zeigt die Stromerzeugung und den -verbrauch von Dezember 2017 und Januar 2018. Dargestellt je Datenpunkt sind die gesamte Stromeinspeisung und der Stromverbrauch des jeweiligen Tages. Am 7.12.2017 war die höchste Einspeisung während einer Stunde. Dies spiegelt sich in den Tageswerten wider: Auch über alle Stunden kumuliert wurde an diesem Datum die höchste Strommenge erzeugt.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien basiert in Deutschland zum Großteil aus Anlagen zur Nutzung der Wind- und Sonnenenergie. Diese Anlagen speisen die größte Strommenge bei starkem Wind und intensivem, langanhaltenden Sonnenschein ein. In den beiden vergangenen Monaten war das mit fast ausschließlich hohem Windanteil deutschlandweit am Mittwoch, den 3. Januar, der Fall. An diesem Tag wehte Sturmtief Burglind mit Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 100 Kilometern pro Stunde über Deutschland. Dieses Sturmtief führte zu einer Einspeisung aus Windenergieanlagen von insgesamt 929 GWh an einem Tag.

Deutschlands Windenergieanlagen speisten im Dezember 2017 84 Prozent mehr ein als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: smard.de

Die maximale Stromerzeugung in einer Stunde erreichten erneuerbare Energieträger am Montag, den 29. Januar, von 12 bis 13 Uhr mit 50 GWh. Das sind 21 Prozent mehr als das Stundenmaximum der Vorjahresmonate (42 GWh) und knapp das doppelte des Durchschnitts in einer Stunde von Dezember 2017 und Januar 2018 (27 GWh). Die geringste Einspeisung von Erneuerbaren gab es am 11. Januar 2018 von 5 bis 6 Uhr mit 7,5 GWh in einer Stunde (Vorjahr: 6,1 GWh).

Während in diesem Winter Sturmtiefs für eine hohe Stromeinspeisung durch Windenergieanlagen sorgten, waren es im Vorjahr die Photovoltaikanlagen: Im Dezember 2016 profitierten sie von sonnigen Tagen und speisten insgesamt 771 GWh ein. Im Dezember 2017 waren es mit 494 GWh rund 36 Prozent weniger. Auch zu Beginn dieses Jahres lag die Stromeinspeisung aus Photovoltaikanlagen mit 730 GWh neun Prozent unter derjenigen des Vorjahres (798GWh). Die Stromeinspeisung durch Windenergieanlagen lag hingegen im Dezember 2017 (plus 66 Prozent) und im Januar 2018 (plus 84 Prozent) deutlich über den Vorjahres-Werten.

In der Grafik zu sehen ist der 29.01.2018, der Tag mit der maximalen Erzeugung von erneuerbaren Energien. Konventionelle Kraftwerke haben sich in Teilen an den Bedarf angepasst und ihre Produktion gedrosselt. Beim Überfahren der Grafik mit der Maus werden die Einzelwerte angezeigt. Die orangene Linie zeigt den Stromverbrauch an.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern

Konventionelle Energieträger haben sich, soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, flexibel an die Einspeisung durch erneuerbare Energien und den Stromverbrauch angepasst. Der Minimalwert von konventionellen Energieträgern wurde mit 15 GWh in einer Stunde an Heiligabend erreicht. Zeitgleich erzeugten die Erneuerbaren etwa 2,6-Mal so viel Strom. Ihr Maximum erreichten die konventionellen Energieträger am Vorabend des Dienstags, den 20. Dezember 2017, von 17 bis 18:00 Uhr mit 62 GWh in einer Stunde. In dieser Zeit  speisten Erneuerbare nur 11,5 GWh ein.