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Die Stromerzeugung im Februar und März 2018

18.04.2018 – Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland ist in den Monaten Februar und März um knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Einspeisung von erneuerbaren Energien fiel um drei Prozent. Konventionelle Energieträger haben ihre Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent erhöht.

Windenergie und Photovoltaik übernehmen den größten Anteil bei den erneuerbaren Energien

Die Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen betrug im Februar und März 2018 insgesamt 93 TWh. Das sind drei Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die erneuerbaren Energien trugen dazu mit 32 TWh bei (minus drei Prozent). Die konventionellen Energieträger erzeugten 61,1 TWh (plus sechs Prozent). Der jeweilige Anteil an der Gesamterzeugung betrug 34 Prozent bei den erneuerbaren und 66 Prozent bei den konventionellen Energieträgern. 

Verglichen mit dem Stromverbrauch Deutschlands deckten erneuerbare Energien sogar 37 Prozent ab. Ein anteilig höherer Wert der Erneuerbaren am Verbrauch entsteht, wenn in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht wird. Dieser zusätzliche Strom wird am Strommarkt an die Nachbarländer verkauft. Auf SMARD finden sich Zusammenfassungen des Stromhandels in Deutschland.

Die höchste Erzeugung aus allen Energieträgern erfolgte am Montag, den 26. Februar, zwischen 13 und 14 Uhr mit 86 GWh. Die niedrigste Erzeugung fand Montag, den 12. März, mit 40 GWh zwischen 2 und 3 Uhr statt. Der Höchstwert liegt 2,3 Prozent über, der Tiefstwert 3,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Grafik zeigt die Stromerzeugung und den -verbrauch von Februar und März 2018. Dargestellt je Datenpunkt sind die gesamte Stromeinspeisung und der Stromverbrauch des jeweiligen Tages. Über einen ganzen Tag betrachtet wurde am 28.02.2018 am meisten eingespeist (1.872 GWh).

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien basiert in Deutschland zum Großteil aus Anlagen zur Nutzung der Wind- und Sonnenenergie. Die höchste Produktion an einem Tag hatten Erneuerbare am Samstag, den 17. März. Mit 80 Prozent speiste Wind hierbei den mit Abstand höchsten Anteil erneuerbar produzierten Stroms ein. Grund dafür war, dass über den Küstenregionen und auf der See weitgehend konstant Wind wehte und für eine hohe Produktion von Windenergieanlagen sorgte (791 GWh). Sonnenergie hingegen kam nur auf fünf Prozent. Zwar schien an diesem Tag in der Nordhälfte Deutschlands teilweise die Sonne, in der Südhälfte war es allerdings überwiegend bedeckt und es gab neben Regen teilweise Schnee, der Photovoltaikflächen auch bei kurzzeitigen Wolkenlücken bedeckte.

Die maximale Stromerzeugung in einer Stunde erreichten erneuerbare Energieträger am Donnerstag, den 1. März, von 12 bis 13 Uhr mit 53,7 GWh. Das sind 1,2 Prozent mehr als das Stundenmaximum der Vorjahresmonate (53,0 GWh) und rund das 2,4-fache des Stundendurchschnitts von Februar und März 2018 (22,6 GWh). Die geringste Einspeisung von Erneuerbaren gab es am 27. März von 5 bis 6 Uhr mit 6,8 GWh in einer Stunde (Vorjahr: 7,7 GWh). 

Obwohl im Betrachtungszeitraum die Gesamterzeugung aus erneuerbaren Energien nur drei Prozent unter der des Vorjahres lag, gab es größere Veränderungen in der Zusammensetzung des Strommix: Im Februar lag die Solareinspeisung 23 Prozent über dem Wert des Vorjahres (1.830 zu 1.785 GWh), dafür die Windenergieeinspeisung 20 Prozent unter dem Vorjahreswert (7.950 zu 9.880 GWh). Im März hingegen änderten sich die Wetterbedingungen. So gab es bei der Windenergieeinspeisung einen Zuwachs um 15 Prozent (10.662 zu 9.302 GWh) und bei der Solarenergie einen Rückgang um 16 Prozent (2.702 zu 3.231 GWh) im Vergleich zum Vorjahr.

In der Grafik zu sehen ist der 17.03.2018, der Tag mit der maximalen Erzeugung von erneuerbaren Energien. Beim Überfahren der Grafik mit der Maus werden die Einzelwerte angezeigt. Die orange Linie zeigt den Stromverbrauch an.

Höchste und niedrigste Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern

Konventionelle Energieträger haben sich, soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, flexibel an die Einspeisung durch erneuerbare Energien und den Stromverbrauch angepasst. Der Minimalwert von konventionellen Energieträgern wurde mit 19 GWh in einer Stunde am 18. März erreicht. Zeitgleich erzeugten die Erneuerbaren mehr als doppelt so viel Strom (41 GWh). Ihr Maximum erreichten die konventionellen Energieträger am Montag, den 19. Februar, von 18 bis 19 Uhr mit 62 GWh in einer Stunde. In dieser Zeit speisten Erneuerbare nur 7 GWh ein.