Direkt zum Inhalt springen.
Logo der Bundesnetzagentur

Hinweis: Diese Webseite ist für die von Ihnen genutzte Browser-Version nicht optimiert.

Eine wachsende Einspeisung von Solarstrom kann zu Netzengpässen führen; eine ungesteuerte Einspeisung von Solarstrom zu Frequenzschwankungen.

Netzengpässe:

In Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung, einer großen PV-Anlagendichte und gleichzeitig niedriger Lastdichte kann es vorkommen, dass die regionalen Stromnetze an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die örtliche Netzinfrastruktur ist nicht überall dafür ausgelegt, die großen Mengen an lokal erzeugtem Strom abzutransportieren, wenn gleichzeitig regional nur wenig Strom verbraucht wird. Engpässe können in der Mittagszeit insbesondere in ländlichen Gebieten auftreten, zum Beispiel an Feiertagen, an denen Industrie- und Gewerbebetriebe einen geringen Verbrauch haben.

Die Netzbetreiber haben viele technische Möglichkeiten einzugreifen: Bei Leitungsüberlastungen ergreifen sie sogenannte Redispatch-Maßnahmen. Dabei wird die Einspeisung von PV-Strom in den Bereichen vor einem Engpass reduziert (sog. negativer Redispatch). Gleichzeitig werden hinter dem Engpass andere Erzeugungsanlagen hochgefahren (positiver Redispatch). Die Betreiber der betroffenen Anlagen erhalten für die Eingriffe einen Ausgleich, der sie so stellt, als hätte der Eingriff nicht stattgefunden.

Im Jahr 2024 betrug das Maßnahmenvolumen von negativem Redispatch mit Photovoltaik-Anlagen rund 1.400 GWh und stieg damit im Vergleich zu 2023 um fast 100 Prozent (706 GWh). Im Vergleich zum negativen Redispatch mit anderen Energieträgern (12.935 GWh) handelt es sich (noch) um relativ geringe Volumina.