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Großhandelspreise

Der Großhandelspreis für Strom ist der reine Beschaffungspreis für Strommengen, die an der Börse und außerbörslich gehandelt werden.

Strom wird wie viele andere Produkte an der Börse und außerhalb der Börse gehandelt. Der Börsenpreis ergibt sich als Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage. Am Strommarkt kommen zuerst die Erzeugungsanlagen mit den geringsten variablen Kosten zum Zug („Merit-Order“). So werden die Kosten der Stromversorgung minimiert. In der Regel entspricht der Börsenpreis für Strom den variablen Kosten der teuersten Erzeugungsanlage im Einsatz. Diese Anlage wird als „Grenzkraftwerk“ bezeichnet. Der Börsenpreis wird dann auch Grenzkostenpreis genannt.

An der Strombörse – für Deutschland der European Energy Exchange EEX in Leipzig und der European Energy Exchange EPEX SPOT in Paris – werden standardisierte Produkte in einem transparenten Verfahren ge- und verkauft. Überwiegend schließen Unternehmen aber weiterhin direkte Lieferverträge mit Stromerzeugern ab. Der Handel mit diesen außerbörslichen Lieferverträgen wird „Over the Counter“ (OTC) genannt. Vergleichbar ist das mit einem Landwirt, der sein Obst und Gemüse entweder auf dem nächsten Großmarkt anbietet oder Verträge direkt mit Supermärkten abschließt.

Heute gekauft, pünktlich geliefert

Handelsgeschäfte an Strombörsen und im OTC-Handel haben unterschiedliche Zeithorizonte. Der Handel erfolgt am Termin-, Day-Ahead- und Intraday-Markt. Die Preise dieser Handelsprodukte unterscheiden sich teilweise deutlich.

Auf dem Terminmarkt können Unternehmen Lieferungen bis zu sechs Jahre im Voraus vereinbaren. Die entsprechenden Produkte heißen an der Börse „Futures“, im OTC-Handel wird von „Forwards“ gesprochen. Konkret bedeutet das, Stromhändler können ihren Strom schon heute für die kommenden Jahre kaufen oder verkaufen. Das ermöglicht Planungssicherheit.

Der Spotmarkt besteht aus dem Day-Ahead- und Intraday-Markt. Das bedeutet, dass die Strommengen entweder für den Folgetag oder für denselben Tag gehandelt werden. Stromhändler können ihre Verpflichtungen so über einen längeren Zeitraum planen.

Je näher der Zeitpunkt der vereinbarten Stromlieferung heranrückt, umso besser können die Marktteilnehmer die tatsächliche Einspeisung und den realen Verbrauch abschätzen. Um Fehlmengen oder Überschüsse so gering wie möglich zu halten und die verfügbaren Erzeugungsanlagen kosteneffizient einzusetzen, können die Marktteilnehmer daher nach Abschluss der Day-Ahead-Auktion auf dem Intraday-Markt sehr kurzfristig mit Strommengen für Zeitspannen von Viertelstunden bis Stundenblöcken handeln. An der Börse endet der Intraday-Handel 45 Minuten vor der Lieferung („Gate closure“). OTC können Unternehmen bis 15 Minuten vor der Lieferung handeln.

Zeitliche Darstellung der Teilmärkte in Deutschland

Obwohl der Handel an den Strombörsen nur rund 20 Prozent des gesamten Handelsvolumens ausmacht, gelten die Börsenstrompreise als Indikator für die allgemeinen Großhandelspreise. Daher werden auf SMARD die Day-Ahead-Börsenstrompreise des für Deutschland relevanten Marktgebietes dargestellt.

Dieses umfasst seit dem 1. Oktober Deutschland und Luxemburg. Ein Marktgebiet bedeutet: Hier gilt überall derselbe Börsenstrompreis.  Das Marktgebiet ist zudem mit den Strommärkten von 15 weiteren europäischen Staaten gekoppelt. Das bedeutet, der Börsenstrompreis am Day-Ahead-Markt wird für die gekoppelten Märkte in einem gemeinsamen und koordinierten Verfahren ermittelt. Dabei geben Stromanbieter und -nachfrager ihre Gebote in ihren jeweiligen nationalen Day-Ahead-Marktzonen – auch Preis- bzw. Gebotszone genannt –  ab.

Im Bereich Marktdaten visualisieren werden die Day-Ahead-Preise des vortägigen Stromhandels angegeben. Der Nutzer kann sich die Preise des Marktgebietes Deutschland, Luxemburg oder einer anderen Region wie Österreich oder Frankreich in einem auswählbaren Zeitverlauf anzeigen lassen.

Die Grafik zeigt die aktuellen Großhandelspreise der gemeinsamen Gebotszone von Deutschland und Luxemburg.

Bayern

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