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Strom

Netzentgelte

Durchschnittliche Netzentgelte für Deutschland

Damit Strom zuverlässig bis zur eigenen Haustür gelangt, fallen sogenannte Netzentgelte an. Diese werden von den Netzbetreibern erhoben, um die Kosten für den Ausbau, die Modernisierung und die Wartung des Stromnetzes zu decken. Die Entgelte werden an die Stromversorger weitergegeben, die sie als Bestandteil des Endkundenpreises auf die Letztverbraucher umlegen. Somit finanzieren die Letztverbraucher indirekt die Kosten für das Stromnetz.

Netzentgelte werden sowohl von Haushaltskunden als auch von Gewerbe- und Industriekunden gezahlt. Im Energiemonitoring wird für Gewerbekunden als Musterfall ein Letztverbraucher angenommen, dessen jährlicher Stromverbrauch 50 MWh beträgt. Als Industriekunden werden Unternehmen eingestuft, deren jährliche Stromabnahme bei 24 GWh liegt.

Die für 2025 von ausgewählten Netzbetreibern erhobenen Netzentgelte:

Netzbetreiber

RLM MS Leistungspreis

RLM MS Arbeitspreis

SLP NS Grundpreis

 SLP NS Arbeitspreis

Haushaltskunden

Gewerbekunden

Industriekunden

Westnetz GmbH

166,03

1,30

80,30

9,98

12,27

10,14

4,07

Netze BW GmbH

216,18

1,54

107,96

9,73

12,81

9,95

5,14

Bayernwerk Netz GmbH

182,79

0,65

98,55

7,35

10,17

7,55

3,70

Stromnetz Berlin GmbH

83,83

3,31

33,36

9,97

10,92

10,04

4,71

Avacon Netz GmbH

185,67

1,25

80,52

9,36

11,66

9,52

4,34

E.DIS Netz GmbH

66,65

2,21

76,65

8,65

10,84

8,80

3,32

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH

132,84

1,02

73,00

7,52

9,61

7,67

3,23

EWE NETZ GmbH

82,76

1,47

112,21

4,89

8,10

5,11

2,85

RheinNetz GmbH

122,21

1,48

160,00

5,77

10,34

6,09

3,52

Hamburger Energienetze GmbH

66,57

3,69

72,00

12,11

14,17

12,25

4,80

RLM: registrierende Lastgangmessung, SLP: Standardlastprofil, MS: Mittelspannung, NS: Niederspannung, alle Werte in ct/kWh.

RLM: registrierende Lastgangmessung, SLP: Standardlastprofil, MS: Mittelspannung, NS: Niederspannung, alle Werte in ct/kWh.

Eine Liste der Netzentgelte aller deutschen Netzbetreiber für das Jahr 2025 kann hier abgerufen und heruntergeladen werden.

Je nach Region und Netzbetreiber können die Netzentgelte sehr unterschiedlich ausfallen. Die Gründe dafür sind vielschichtig und hängen unter anderem von den folgenden Faktoren ab:

  • Besiedlungsdichte: In dünn besiedelten Gebieten werden die Netzkosten auf weniger Nutzer verteilt.
  • Unterschiedlich hohe Kosten durch Netzausbau und den Anschluss erneuerbarer Erzeugungsanlagen: Hier setzt seit 2025 die Festlegung der BNetzA zur Verteilung von Mehrkosten in Netzen aus der Integration von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien (BK8-24-001-A) an. Hiernach werden Regionen, die besondere Kostenbelastungen durch den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien tragen, ab 2025 entlastet. Die Kosten, die durch die Entlastung einzelner Regionen entstehen, werden bundesweit verteilt.
  • Unterschiedlich hohe Kosten für Engpassmanagement: Die Kosten für Maßnahmen des Netzengpassmanagements fließen in die Netzkosten ein. Diese sind daher in Regionen, in denen Erzeugungskapazitäten häufiger abgeregelt oder erhöht werden müssen, tendenziell höher.
  • Alter der Netze: Ältere Netze mit geringen Restwerten führen zu geringeren Netzkosten als neue Netze.
  • Auslastung der Netze: Die Netzkapazitäten wurden vor allem in den neuen Bundesländern großzügig dimensioniert und sind daher teilweise nicht ausreichend ausgelastet.

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